Da sitzt er ja, der dicke Mops, und denkt, heut gibt es wieder Klops. Doch das Aroma in der Luft, diesmal kommt's vom Bratenduft. Davon geb ich gar nichts ab, auch wenn er's nicht begreifen mag. Beriecht den Boden ab und zu und gibt letztlich doch keine Ruh. So hockt er da in seinem Speck, will nicht verstehen, geht nicht weg. Die Fettschicht unter seinem Kinn, die stapelt sich schon weiß wo hin. Wulst auf Wulst ist aufgereiht übereinander mit der Zeit. Selbst Augenringe stellen fest, nicht die Nacht sie werden lässt. Doch allmählich wird ihm klar, der Klops war gestern offenbar nicht alltäglich und zudem die Ausnahme vom Gescheh'n. Drum fängt er jetzt zu winseln an, beriecht mein Bein zunächst spontan und schaut recht kläglich hoch zu mir. Die Stirn in falten - armes Tier. Fragend verzieht sich sein Gesicht: haste nicht 'n Klops für mich? Die Wülste, nunmehr in Aktion, erklären seine Mimik schon. Grübelndes wird plötzlich alt, tragisches zur Längenfalt. Dazu grotesk der Stummelschwanz schlägt Stakato auf zum Tanz. Der fette Sack, vom Po bis Kinn, setz sich mir nun zu Füßen hin. Und verbirgt mit viel Talent, was man sonst ein Bäuchlein nennt. Die Knopfaugen sind bitterlich, der runde Mund wirkt knitterlich. So schaut der Mops - ist kaum zu glauben - mir unnachgiebig in die Augen. Und zwingt mich so nach einer Weile, dass ich den Braten mit ihm teile.
Ich esse gerade Klops, da klopt's:
Ich steh auf und schau hinaus, Dunkelheit liegt vor dem Haus. Ich späh umher, frag mich, wofür, da steht ein Rabe vor der Tür. Schwarz sein Gefieder wie die Nacht, schreitet er ein, eh ich's gedacht. Springt auf den Tisch zum Teller hin, jetzt ahne ich der Handlung Sinn. Krähet und hüpft mir auf die Gabel, nimmt meinen Klops sich in den Schnabel. Breitet drauf die schwingen aus, und fliegt alsbald zur Nacht hinaus. Verschwindet rasch, eh ich's verseh und ohne Abendmahl dasteh!